Spielbericht ESC Preußen vs. NK Croatia 1:2

ESC Preußen Essen - NK Croatia Essen - 1:2

Schachbretter mit Auswärtssieg beim Spitzenreiter – Ikić entscheidet das Topduell

Unbedingter Siegeswille und pure Mentalität waren an diesem Sonntag die Erfolgsfaktoren für die Skoric-Elf. Man hat bis zum Spielschluss daran geglaubt das Spiel noch für sich zu entscheiden. „Niemals aufgeben, immer weitermachen“ ist DAS Motto von NKC. Egal, ob Bader, Vogelheim, Adler oder eben Preußen – ein Spiel dauert 90 Minuten. Manchmal auch ein paar Minuten länger.

Kommen wir zum Spielverlauf. Nach dem enttäuschenden und doch glücklichen Remis in der Vorwoche gegen Adler II war die Ausgangslage gegen Preußen, um es vorsichtig auszudrücken, suboptimal. Der breite Kader, den man am Anfang der Saison so gelobt hat, schrumpft von Woche zur Woche. Insgesamt standen Skoric neun Spieler aus gesundheitlichen oder privaten Gründen nicht zur Verfügung. So hatte man auf der Bank lediglich drei Auswechselspieler, die ebenfalls angeschlagen waren.
Nichtsdestotrotz hatte man sich vorgenommen mutig aufzutreten und alles was nur geht rauszuholen.

Die erste Halbzeit ist im Prinzip schnell erzählt. Das Spiel war von Anfang an hart umkämpft und beide Mannschaften schenkten sich gar nichts. Croatia hatte zwar etwas mehr Spielanteile, konnte aber die Halbchancen, die man hatte in nichts Ernsteres umwandeln. Auch die vielen Standards, die man hatte, waren insgesamt zu ungefährlich. Allgemein war das Eckenverhältnis gefühlt 10:1 für Croatia. Doch die eine Ecke in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, die Preußen hatte, saß direkt. Mit dem Pausenpfiff landete der Ball „irgendwie“ im Croatia-Netz. Der erste Torschuss war direkt ein Tor und das zu einem ungünstigsten Moment aus Sicht der „Kroaten“. Mit dem Riesendämpfer ging es also in die Kabine.

In der Pause versuchten die Jungs sich gegenseitig aufzubauen und deutlich zu machen, dass hier noch was drin ist. Deshalb ging es auch hochmotiviert in die zweite Hälfte. Und auch wenn die Croatia-Fans deutlich in der Unterzahl waren, hörte man diese deutlich das eigene Team anfeuern. An dieser Stelle, ein Mega-Dankeschön an Euch!

Die zweite Halbzeit begann sehr zerfahren und es war kaum ein Spielfluss vorhanden. Vor allem die Heimmannschaft tat gut daran, dass es so blieb. Denn gefühlt ab der 50. Spielminute fing man plötzlich an auf Zeit zu spielen. Weder der Torwart bei den Abstößen, noch die Spieler, die wegen jedem kleinen Foulspiel auf dem Boden lagen, hatten es so eilig. Aber vielleicht ist es jetzt auch zu sehr durch die Croatia-Brille geschaut :)

Diese Provokationen machten die Gäste aber nur noch stärker. Die Devise lautete „Jetzt erst recht!“ Und so erspielte man sich einige gute Möglichkeiten. Die Eckbälle wurden gefährlicher und spätestens als Barac die Latte traf, ahnte man, dass hier ein Treffer in der Luft lag. Doch den Gästen aus Frintrop lief die Zeit davon.
In der 82. Spielminute brachte Skoric seine einzige Offensiv-Waffe von der Bank ins Spiel. Kanakusen kam für den defensiven „Ede“, der es auf einer für ihn ungewohnten Position sehr gut gemacht hat.
In der 87. Minute war es dann soweit. Nach einem gewonnenen Ball im Mittelfeld, bediente Grabka mit einem Zuckerpass den eingelaufenen Ikić. Dieser sah den Keeper rauskommen und lupfte das Leder gekonnt ins Eckige. Ein Traumtor!
Croatia wollte nun mehr, denn es blieb noch etwas Zeit auf der Uhr. Wir erinnern uns warum :)

Doch zunächst musste Pandza ran. Preußen hatte nach einer in die Mitte abgewehrten Ecke die Chance auf den Siegtreffer. Doch der Routinier im NKC-Tor parierte souverän.
Quasi direkt im Gegenzug war es dann erneut Ikić, der alle NKC-Anhänger zum Ausrasten gebracht hat. Nach einem erneuten Traumpass in die Spitze, diesmal von Kanakusen, lief unserer 77 allen davon und verwandelte im Nachschuss zum verdienten 2:1 aus Croatia-Sicht.

- Ante, diesen Sieg widmen wir dir ❤️

 

Vivat Croatia!